Portrait
Die Appenzeller Kulturkonferenz ist ein Zusammenschluss von Kulturvermittlern beider Appenzell. Das Motto "Gemeinsam sind wir stärker" stand Pate, als 1990 die Appenzeller Kulturkonferenz gegründet wurde. Die Mitglieder sind kulturvermittelnde Gesellschaften, Vereine, Gruppen oder Einzelpersonen, welche KünstlerInnen für Veranstaltungen in Ihrem Dorf gewinnen und zur Aufführung bringen. Sie schreiben Verträge, schlagen sich mit Managern und Agenturen herum, vereinbaren Gagen und Spesen und schreiben Gesuche für Defizit-Garantien. Sie suchen für die Veranstaltungen geeignete Räume, sie suchen Unterkünfte für die Künstler. Sie schreiben Presseartikel und entwerfen, drucken und hängen Plakate, betreuen am Abend die Kasse. Sie bangen um den Erfolg. Sie freuen sich mit dem Publikum. Sie führen nach der Veranstaltung die Künstler zum Abendessen aus und berappen u.U. das Defizit aus dem eigenen Sack. So locken sie mit List und Charme die hohe Kultur in die entlegensten Dörfer. 1999 gingen so über 250 Veranstaltungen über die Bühnen, an denen ca. 200'000 BesucherInnen teilnahmen.

Die Veranstalter haben sich in der Appenzeller Kulturkonferenz zusammengeschlossen, um noch wirkungsvoller zu arbeiten, voneinander zu lernen, gemeinsam zu werben und die notwendigen finanziellen Mittel zu beschaffen. Seit ihrer Gründung ist die Appenzeller Kulturkonferenz so etwas wie eine Erfolgsstory. Sie zählt zwischen 40 und 50 Mitglieder. Hätten Sie je gedacht, dass es in den beiden Halbkantonen überhaupt so viele Veranstalter gibt? Heute sind fast alle appenzellischen Veranstalter Mitglieder der Konferenz.

Für alle sichtbar und wohlbekannt wirbt das monatlich erscheinende Gemeinschaftsplakat Appenzell Kulturell in Schulen, Geschäften, Restaurants und an Bahnhöfen, auf Plakatsäulen und im öffentlichen Raum für das Veranstaltungsangebot der Mitglieder.

Seit 1991 unterstützt die Konferenz ihre Mitglieder mit jährlichen Betriebsbeiträgen und ausserordentlichen Förderbeiträgen finanziell: Bescheidene doch wohltuende Zustupfe.

Hinter diesen Aktivitäten steckt einerseits eine "tiffige" Vereinsorganisation, andererseits der jährliche Beitrag der Kulturförderung Appenzell Ausserrhoden sowie seit 1998 auch die Unterstützung durch den Kanton Appenzell Innerrhoden.